Deutschland – Frankreich: Beziehungsstatus ungeklärt

Der Dokumentarfilm porträtiert die für Europa so wichtige Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die in den letzten Jahren immer wieder durch Krisen vor große Herausforderungen gestellt wurde. Die russische Invasion der Ukraine stellt die Partnerschaft nun erneut auf die Probe. Ist sie noch in der Lage, ihrer Führungsrolle in der Europäischen Union gerecht zu werden?

Am 22. Januar 1963 wird der Élysée-Vertrag zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet. Dieser Freundschaftsvertrag zwischen den beiden ehemals verfeindeten Nachbarn bildet in den folgenden Jahrzehnten das Fundament für die bis zum Brexit immer grösser werdende Europäische Union. 60 Jahre später wird das deutsch-französischen Verhältnis durch die Invasion Russlands in der Ukraine in ungeahntem Maße auf die Probe gestellt. Angesichts des Ausbruchs eines bewaffneten Konflikts im Herzen Europas muss sich die deutsch-französische Freundschaft neu erfinden, und trotz unterschiedlicher Ansätze in der Außen- und Sicherheitspolitik, auf dem Energiesektor oder bei Haushaltsfragen einen gemeinsamen Weg finden.   Der Dokumentarfilm „Deutschland – Frankreich: Beziehungsstatus ungeklärt“ beleuchtet die Herausforderungen, die in den letzten Jahren die Beziehung zwischen den beiden Staaten immer wieder belastet haben und befasst sich mit dem neuen deutsch-französischen Modus vivendi.Auf der Grundlage von Archivmaterial, Interviews mit Spitzenpolitikern und Einblicken in den Alltag der deutsch-französischen Partnerschaft zeichnet die Dokumentation das Porträt der wichtigsten politischen Partnerschaft in Europa. Andere EU-Mitgliedstaaten, vor allem in Osteuropa, stellen den deutsch-französischen Führungsanspruch für Europa immer häufiger in Frage. Ist der sogenannte deutsch-französische Motor in Zukunft noch in der Lage, der Führungsrolle in Europa gerecht zu werden?